Andiamo - Literaturvermittlung & Verlag

Unsere besonderen Empfehlungen: "Alice im Wunderland" nach Dimitré Dinev Hier; die Romane Buskaschi - oder Der Teppich meiner Mutter von Massum Faryar, Kiepenheuer & Witsch und Der erdachte Krieg von Nikolaj Tabakov in der Edition Andiamo


Lesereise/Liedertour Frank Wallenta Rügen Juli 2015 HIER. 

Neu im Juni 2015: Frank Wallenta - Zustände und Abgründe. Gedichte. 136 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag und Lesebändchen, 18.50 €, ISBN 978-3-936625-71-4

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Frank Wallenta, Bundesanwalt beim Bundesgerichtshof, Jahrgang 1966, schreibt Gedichte. Natürlich in seiner freien Zeit. Aber es sind keine Freizeitgedichte, keine nur heiteren Annotationen zur Kompensation und eigenen Vertröstung, was naheliegend wäre, denn Wallenta übt einen sehr ernsten Beruf aus. Und er schreibt auch nicht erst, seit er vor vielen Jahren Scheffel-Preisträger der Literarischen Gesellschaft Karlsruhe geworden ist. Frank Wallenta schreibt aus Passion, mit merklicher Freude und großem Sprachvermögen.

Spät, erst 2014, erschien sein erster Gedichtband Rügenraunen beim Strandläufer Verlag Stralsund. Mögen auch manche seiner Gedichte im hier vorliegenden zweiten Buch an Busch, Morgenstern, Ringelnatz oder Gernhardt erinnern und andere wiederum an Swing oder an Rapsongs, als seien sie für einen Poetry-Slam verfasst worden: Frank Wallenta hat einen eigenen Ton gefunden, um das innere Drama menschlicher Gefühle, Verwicklungen, Unzulänglichkeiten und Missverständnisse von A bis Z – durch Anspielungen und skizzenhaft – mit Hilfe seiner Lyrik anzudeuten, aufzuzeigen, aufzublättern. Zum besseren Selbstverständnis seiner wachsenden Leserschaft!

Klaus Servene, Herausgeber

Stimmen zu Rügenraunen:

„Ein Oberstaatsanwalt steht mit Hund am Abgrund … und schreibt Gedichte.“ Das Magazin, Februar 2015

„Texte voller überraschender Bilder und treffsicherer Ironie.“ Ostseezeitung, Juni 2014

„Frank Wallenta ist ein Mann mit hintergründigem Humor und einem besonderen Gespür … Das Urteil: Beide Daumen zeigen nach oben. Mögen weitere Lyrikbände folgen!“ Wirsindinsel, Juni 2014

„Treffende Bilder und verblüffende Pointen.“ Badische Neueste Nachrichten, August 2014



Andiamo-Neuerscheinungen:

Jan Turovski: Der lange Arm, Roman, 196 Seiten, Paperback, 13.90 €, ISBN 978-3-936625-64-6

»Wie Turovski sprachlich und kompositorisch kühn Spannung aufbaut und hineinführt in die Neurosen eines Hypnotiseurs, der in Sex und Gewalt Linderung für seine beschädigte Seele sucht, ist schlicht meisterhaft.« Mannheimer Morgen 9. Mai 2015 - Vollständige Rezension Hier. 

Die USA vor der Jahrtausendwende: In einer schmucken, unauffälligen Stadt bei Chicago. Hier praktiziert der anerkannte Hypnotherapeut Dr. Warren Peach, aus gutem Bostoner Haus. Eines Tages sucht ihn die ältliche, wohlhabende Ms. Cahill auf, mit einem neunjährigen Jungen an der Hand, der an einer Unterform des Autismus leidet. Außerdem erreicht ihn der Anruf eines »alten Bekannten« aus längst verdrängter Vergangenheit. Als ihm Dr. Peach seine Hilfe verweigert, entführt der seine schwierige Frau Brenda ... 

Wir folgen Peach bei seinem Versuch, die verschiedenen, von nun an durcheinander geratenden, Lebenslinien im Griff zu behalten. Vor unseren Augen breitet sich ein Panorama des organisierten Verbrechens in Chicago und New York aus, aber nicht als Zuschreibung an die Adresse der üblichen Verdächtigen, sondern als spannungsvolles Psychogramm eines vermeintlich souveränen Kontrollfreaks.

Besprechung Bonner Generalanzeiger Hier. Dr. Ilse Zilch-Döpke Hier.

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Seit 1988 sein vielbeachtetes Romandebüt »Die Sonntage des Herrn Kopanski« bei Benziger in Zürich erschien, hat Jan Turovski sich kontinuierlich eine dichte Prosa erarbeitet, in der poetische Sprache, psychologische Spannung und genaueste Beobachtung eine faszinierend neue Verbindung eingehen.

Mehr zu den vier Büchern von Jan Turovski im Andiamo Verlag unten - sowie im Blog Hier.


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Klaus Servene: Wilder Honig - Lyrik, Essays, Szenen, 
264 Seiten, Farbfotos, Paperback, 18 €, 
ISBN 978-3-936625-68-4

 

 

 

Abendstille

Wir werden schmunzelnd in den Gräbern liegen,

wir fahren nach Magnolien, was von uns bleibt

ist wechselhaft, Katzengold und Eintagsfliegen,

Badezeug, Plutonium – und natürlich Plastikfolien.

Im ersten Band seiner Schreibbilanz versammelt der Autor ausgewählte Gedichte und Textamente (1970 bis 2015), Essays und Kürzest-Texte, sowie seine szenischen Arbeiten (ab 1995 bis 2015), zuletzt: Mühlbach verreist.

Auch die Bände 2 und 3 der Schreibbilanz (Erzählungen, Zwei Romane) sind erschienen, sowie ein Hardcover Aus der Enge (Gedichte), siehe unten. Autorenseite Klaus Servene HIER.  


Farhad Ahmadkhan: Im Zeitwirbel. Gedichte. 120 Seiten, Paperback, 9.80 €, ISBN978-3-936625-66-0

Die Meisterschaft, mit Sprache und Rhythmus zu spielen, hintergründige Bilder, Metaphern und Gleichnisse zu verwenden, verdankt der 1968 in Teheran geborene Germanist und Lyriker Farhad Ahmadkhan unter anderem seinem Leben zwischen zwei Kulturen: der persischen und der deutschen (...) Als passionierter Sprachspieler arbeitet er mit Klängen und stellt Doppelbödigkeiten her, die trotz ihrer Komplexität von einem rhythmischen Fließen getragen werden. (…) Und wenn er bisweilen reimt, dann geht das Klangliche gleichsam als Überschuss daraus hervor. Mannheimer Morgen 

Die Herausgabe des Buches wurde gefördert von: KulturQuer-QuerKultur Rhein-Neckar e.V. 


 

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Jan Turovski: Das sprichwörtliche Leben, Roman, 184 Seiten, Paperback, 13.90 €, ISBN 978-3-936625-57-8

Fritz Kohnen, einer der letzten Schrankenwärter der Deutschen Bahn, nun im Alter unter Parkinson leidend, muss vom Fenster seiner Wohnung aus mit ansehen, wie sein Bahnwärterhaus einschließlich der Handkurbeln, die er über vierzig Jahre lang betätigte, abgerissen wird. Es soll durch eine moderne, automatische Anlage ersetzt werden. Fritz Kohnen fühlt sich bedroht. Seine Alltagsroutine wird zunehmend unalltäglich. Selbst banalste Abläufe werden für ihn und seine Frau Elfriede zu hohen Hürden.  Die Erinnerungen gewinnen Raum und Zeit. Eine ihr verheimlichte Liebesbeziehung während des Krieges tritt zutage. Deren Folgen entdeckt man nur einige Zeit später im Sockel des Bahnwärter-Häuschens, mumifiziert ...

Jan Turovski, geboren in Bielefeld, lebt in Bonn. 1988 erschien sein vielbeachtetes Romandebüt »Die Sonntage des Herrn Kopanski« bei Benziger in Zürich. Nach den Romanen »Der Rücken des Vaters« und »Sophie fatale ...« ist »Das sprichwörtliche Leben« Turovskis dritter Roman bei Andiamo. 

Besprechung Das sprichwörtliche Leben von Jan Turovski im Mannheimer Morgen Hier - und im Bonner Generalanzeiger Hier. Dr. Ilse Zilch-Döpke Hier. Mehr zu den vier Büchern von Jan Turovski im Andiamo Verlag unten - sowie im Blog Hier. 

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Thomas Frahm: An Frauen. Gedichte (1995-2014). 120 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, 19.80 €, ISBN 978-3-936625-60-8

Frauen sind zu vielfältig, um sie nur aufs Geliebtwerden zu beschränken. Sie mögen Liebesgedichte zwar, möchten aber auch einmal nicht beim Gedicht genommen werden, sondern beim Wort. Frauen bluten halt manchmal, bekommen Zysten und Chlamydien, Orangenhaut und Gebärmutterentzündungen. Sie haben Hormonschwankungen und Brustschmerzen ohne erkennbaren Grund, und bei Kummer fallen ihnen die Haare aus. So etwas kann Dichter in eine Krise stürzen. Krisen aber sind Sprünge im rosaroten Brillenglas, Risse im Kokon poetischer Versponnenheit – und damit: der Anfang wahren Dichtens.

Um es gleich zu gestehen: Der Autor dieses Bandes ist auch nur ein Mann. Darum enthält sein Buch, gedacht als Dank an alle Frauen, die ihm etwas gegeben, ihm etwas von dem gezeigt haben, was »Leben« sein kann, trotzdem unverbesserlich viele Liebes- und Liebesschmerzgedichte,– immerhin aber auch einige zaghafte Versuche, mit dem Windelgeschrei des Geliebtwerdenwollens aufzuhören und das Gehen zu lernen: auf die Frauen zu, auf die Welt.

Rezension Mannheimer Morgen

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Farhad Ahmadkhan: Geheimgesellschaft deiner Seele. Gedichte. 108 Seiten, Paperback, 9.80 €, ISBN 978-3-936625-58-5

Farhad Ahmadkhan ergründet die Abgründe des Zwischenmenschlichen.

Geritt Wustmann

Die Reduktion unseres Empfindens auf das Wesentliche führt zum Tanz der Moleküle, die durch Farhad Ahmadkhans Worte so beschrieben wird, dass wir uns wieder finden. Historische und gesellschaftliche Themen greift er auf, aus Sicht des Wanderers zwischen der persischen und deutschen Kultur.

Wolfgang Allinger

Farhad Ahmadkhan wurde 1968 in Teheran geboren. Germanist, literarischer Übersetzer, Dozent für Deutsch als Fremdsprache, deutschsprachiger Lyriker. Lebt seit 2000 in Deutschland, seit 2003 in Mannheim.

Bisher erschienen: Atemtanz (Gedichtband), Gläserne Nacht (aus dem Persischen übertragene Lieder), Poesie im Quadrat (Gedichtband).  

Im August 2014 erschienen 8 Gedichte von Ali Abdollahi ins Deutsche übertragen in der von Michael Krüger herausgegebenen Zeitschrift Akzente.

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Jan Turovski: Sophie fatale ..., Roman, 200 Seiten, Paperback, 13.90 €, ISBN 978-3-936625-55-4

Wenn Du dies liest, bin ich tot. Versuche nicht, mich zu finden. Ich bin tot, verstehst Du? Tot.

Sophie schreibt diese Notiz für Jacques, 26, der gerade sein Literaturstudium geschmisssen hat und mehr schlecht als recht von Übersetzungen lebt. Seine vor Jahren schon überwunden geglaubte Leidenschaft für Sophie entflammt sofort neu und er begibt sich auf eine zwanghafte Suche nach ihr. Er irrt durch Paris –Sophie sei gestorben, sagt man ihm. Er fährt zum Wohnort ihrer Eltern, wo gemutmaßt wird, Sophie habe sie umgebracht. Er besucht ein Frauengefängnis ... 

Zwei Welten stoßen mit Sophie und Jacques aufeinander, faszinieren und reiben sich – seine großbürgerliche und ihre beinahe gesetzlose – in dieser fatalen, traurigkomischen Geschichte einer sich erfüllenden und zerstörenden Liebe, im Frankreich der Jahrtausendwende. 

Als Leser scheint man sich auf dem Parkett von Paris um die Jahrtausendwende mitzudrehen. So verwundert es nicht, dass Jan Turovski schon für das unveröffentlichte Manuskript vorab den Prix Littéraire Européen Arthur Rimbaud 2000 bekommen hat. Mannheimer Morgen

Sophie fatale ... bereits gut besprochen Hier. Mehr zu den vier Büchern von Jan Turovski im Andiamo Verlag Hier.

 


Elias Jammal: Mundbühnen, Bilder, Essays, Szenen; 140 Seiten, Paperback, 9.80 €, ISBN: 3936625565 
 

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 »Wenn Julian zur Welt kommt, so er sich denn zu kommen entschließt, was aber aller Voraussicht nach – warum auch immer – der Fall sein wird, dann werden keine Menschen mehr sein, wie wir sie heute noch kennen. Auch heißt dann ein Mensch nicht mehr Mensch, sondern Mundbühne.«

Bilder, Essays, Szenen – Von den Sprossen der Liebe und dem Eigengewicht der Erwartungen, von Übermenschen und dem Schicksal der Essensreste. Oder auch: Von A, wie algerisches Meer, über H, wie Uli Hoeneß und die Medici, T, wie Theaterrituale, bis Z, wie Zeit der Zeit.

Elias Jammal entstammt einer palästinensischen Familie, wurde 1954 in Beirut geboren, studierte Philosophie, Kunstgeschichte und Physik in Heidelberg und wurde in vergleichender Erziehungswissenschaft promoviert.

Jammal war 12 Jahre in der Entwicklungszusammenarbeit tätig und hielt sich als Gutachter und Berater sehr oft in den Ländern des Nahen Ostens auf. Seit vielen Jahren ist er Professor für interkulturelle Studien an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften und wohnt derzeit in Mannheim. 

Im Lau-Verlag Reinbek bei Hamburg erschien 2013 sein Romandebüt Aufwachen in der Welt.

Besprechung im Mannheimer Morgen


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Erntezeit-Kreatives Schreiben, ein praxisbewährter Leitfaden für Senioren von Helga Stählin - Mehr.  --- 

 

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Porträt Andiamo Verlag im Mannheimer Morgen Hier. 

Blog: Tipps, Leseproben, Fotos, Presseresonanz - andiamo 2020 

Autorenseite Klaus Servene HIER. 



Peter Houska

Peter Houska

 

Peter Houska ist ein Tausendsassa: Nach dem Abitur verdingte er sich als Gittarist und Mundharmonikaspieler in Rock- und Bluesbands, aber auch als Tagelöhner und Fabrikarbeiter. In Hildesheim gehörte er sogar zu den beliebten Bierzapfern in den ersten Szenekneipen überhaupt. 
Sein Schauspielstudium absolvierte er an der renommierten Hochschule für Musik und Theater Hannover. Es zog ihn rasch ans Mannheimer Nationaltheater, wo er sich durch Stücke wie u.a. „Drei Musketiere“ (unter der Regie von Jerome Savary) und „Clavigo“ (Regie: Benjamin Korn) rasch eine Fangemeinde aufbaute. Seit vielen Jahren begeistert Peter Houska das Publikum des Oststadt Theaters Mannheim, u.a. in seiner Paraderolle als bigamistischer Taxifahrer in „Doppelt leben hält besser“.

 

Um seine Begabungen zu komplettieren, schreibt Peter Houska Erzählungen, Romane und Kurzgeschichten. 2003 veröffentliche der Autor sein Debüt, die Erzählung „Dens, Dentis, oder die Fährte des Jaguar“ im Andiamo Verlag. 2013 erscheint der vergriffene Text als E-Book: HIER

Neues E-Book:  

Gottfried - von Peter Houska

Nie hätte Gottfried, der mächtige Weltenlenker, mit diesem markerschütternden Ereignis rechnen können. Doch heute, an seinem einundfünfzigsten Geburtstag hatte SIE endgültig die Nase voll. SIE, seine Mutter, setzte ihn vor die Tür. Blasphemie!

Die schützenden Wände seines Elternhauses zurücklassend, muss sich Gottfried im zarten Alter von einundfünfzig Jahren ab sofort allein versorgen. Er, der mächtige Schöpfer und Weltenlenker der Han-Jen, wurde brutal verstoßen und findet sich in der Pension Schönblick wieder. Wütend auf seine Mutter, die seinen Rauswurf offenbar auch noch feiert, beginnt er, die Geschichte seines Volkes weiter zu schreiben. Derweil scheint die Welt sich gegen ihn zu verschwören: zwielichtige Gestalten, Bankräuber und letzten Endes sein eigenes Volk lehnen sich auf, doch Gottfried, unsterblicher Hann, kann nicht aufgehalten werden. Auch nicht von seiner Mutter. Weiteres Hier ...

 

 

Leseprobe

Vorsichtig glitt er mit der Zungenspitze an seinem Eckzahn, dem Reißzahn, wie er ihn nannte, auf und ab. Nik verstärkte den Druck seiner Zunge. Bewegte der Zahn sich wirklich unter der noch sanften Berührung, oder träumte er? Nein, er träumte nicht, ein Blick auf den Wecker zeigte ihm, dass es zwei Uhr fünfunddreißig morgens war. Panik stieg in ihm auf. Er rannte ins Badezimmer, knipste die Halogenbeleuchtung an und trat ganz nahe an den Spiegel. Hastig entfernte er seine Oberkieferbrücke und betrachtete mit Entsetzen die restlichen drei Zähne, die der Brücke Halt boten und von denen nun einer, der Wichtigste, locker zu sein schien. Mit zitternden Fingern berührte er seinen Eckzahn, den langen, so kräftig wirkenden Reißzahn, und ohne Mühe konnte er den Zahn hin und her bewegen. Zweifellos - der Stolz seines Oberkiefers, Haupthaltepunkt seiner Brücke war locker. Herrgott, er war gerade Ende vierzig und nun konnte er es an den Fingern abzählen, wie lange es noch dauern würde, bis er eine Vollprothese im Mund haben musste. Blut klebte an seinem Daumen und Zeigefinger. Er wusch es ab und eilte ins Schlafzimmer. Der Gedanke an die drohende Prothese war unerträglich, er musste irgendetwas tun, um ihn zu verdrängen. Seine Hand fuhr unter die Bettdecke seiner Frau, zärtlich streichelte er ihren Rücken und ließ seine Hand dann weiter auf ihren Hintern gleiten. Sie erwachte kurz und beschied ihm, er solle das lassen. Diese Abfuhr, eigentlich nichts Ungewöhnliches in letzter Zeit, trieb ihn wieder aus dem Bett. Er musste sich ablenken, musste unter Menschen. Hatte noch eine Kneipe geöffnet? Welcher Tag war heute? Gott sei Dank ein Freitag, genauer es war bereits Samstag, was wiederum bedeutete, dass er nicht zu unterrichten brauchte und überhaupt, es waren ja Ferien. Max’s Pilsstube! Ja, Max’s Pilsstube hatte immer bis fünf Uhr morgens geöffnet und war auch nicht allzu weit entfernt. Der Ruf dieses Lokals war zwar nicht gerade der beste, aber das war ihm jetzt völlig egal. Hastig schlüpfte er in seine Kleidung und verließ die Wohnung.
Es regnete, er machte aber nicht kehrt, um einen Schirm zu holen, er musste schnellstens diese entsetzlichen Vorstellungen irgendwie übertünchen. Die Nachtkneipe war gut besucht, die meisten Gäste bereits ziemlich betrunken, wie er gleich feststellte. Am Tresen fand sich doch noch ein freier Hocker, auf den er sich setzte. Sein Thekennachbar, ein finster aussehender, wild tätowierter Kerl, trank Bourbon. Er bestellte für sich das gleiche Getränk.

Nik nahm verstohlen die Tattoos seines Nachbarn näher in Augenschein. Das Auffälligste war auf seinem rechten Unterarm: Ein Jaguar im Sprung. Etwas unbeholfen ausgeführt zwar, aber unzweifelhaft der Kühlerfigur der britischen Nobelautomarke nachempfunden. Der Kopf des Raubtieres jedoch hatte eine gewisse Ähnlichkeit mit stilisierten Jaguardarstellungen der Mayas. Das machte ihm den Mann irgendwie sympathisch. Schon als Kind hatte sich Nik für die alten amerikanischen Hochkulturen interessiert. Während sich seine Altersgenossen vornehmlich nordamerikanischen Indianern zuwandten - Sioux, Cheyenne, Apachen - fühlte er sich von Azteken, Mayas, Tolteken und Inkas wie magisch angezogen, von Völkern, denen der Jaguar als heiliges Tier galt. 

(...)

 

 

 

Bücherliste Hier.     Publizierte AutorInnen Hier.

Seit 2011 auch andiamo-Texte im "Deutschen Referenzkorpus" des Mannheimer Instituts für deutsche Sprache. Ab Mai 2013 kooperiert Andiamo mit dem Mannheimer Wellhöfer Verlag. Dort erschien als erste Koproduktion der Roman "Ja" von Nikolaj Tabakov, übersetzt von Rumjana Zacharieva in der neuen "Edition Andiamo im Wellhöfer Verlag".

Werte AutorInnen: Aus Kapazitätsgründen übernehmen wir für unverlangt eingeschickte Manuskripte keinerlei Haftung und/oder Gewähr einer Rücksendung, Bearbeitung oder Weitervermittlung. Wir bitten um Verständnis!

Impressum: andiamo - Verlag & Vermittlung für neue deutschsprachige Literatur „Bücher, die gelesen werden“ Inh.: Monika Kürten; Ansprechpartner und inhaltlich verantwortlich: Klaus Servene/ Friedrich-Engelhorn-Straße 7-9 / D-68167 Mannheim - e-mail: info (at) andiamoverlag.de - Ruf: + 049 (0) 621-3367269/ Fax: + 049 (0) 621-331083 - USt-IdNr.: DE213367357 Alle Bestandteile dieser Site sind urheberrechtlich geschützt!

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